Filme 1966
01
1966
- Zwei Wege
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- Farockis allererster Film: Ein kurzer Fernsehbeitrag für den Sender Freies Berlin (SFB), der in Hinblick auf Farockis späteres Werk hochinteressant ist. Zwei Wege ist eine Bildbeschreibung! Farocki zeigt ein Bild mit einem religiös-allegorischen Ölgemälde, das den 'rechten' und den 'falschen' Weg des Christen zeigt. Der eine Weg führt in den Himmel, der andere zur Hölle. Farocki nimmt das Bild förmlich mit der Kamera auseinander; er zeigt Close-Ups der verschiedenen Motive des Bilds, die er mit Knittelversen kommentiert. Diese Methode, das Bild mit der Kamera zu zerlegen, erinnert an ähnliche Sequenzen in seinen Essayfilmen Wie man sieht und Bilder der Welt aus den achtziger Jahren. (Tilman Baumgärtel)
- Regie, Buch: Harun Farocki Kamera: Horst Kandeler
- Produktion: SFB, Berlin-West Redaktion: Hanspeter Krüger
- Länge: 3 Min. Format: 16mm, s/w, 1:1,37
- Erstsendung: 31.03.1966, Nord 3
- Anmerkung: Beitrag für die TV-Reihe Berliner Fenster
02
1966
- Jeder ein Berliner Kindl
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- Jeder ein Berliner Kindl ist Farockis erster Film an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Der Film befaßt sich mit der Berliner Kindl-Werbung. Es geht um die Geste des Selbst-Dementis, die allerdings viel mehr ist als eine bloß ästhetische, ironisch plazierte 'Geste', offenbar hat sie etwas mit der Form der Annäherung an das Politische, an politische Reden und die politische Semiotik zu tun. [...] Der Witz ist: Der Hang, sich selbst zu dementieren, der Farockis Filme aus den sechziger Jahren für die 68er Bewegung der revolutionären Arbeiter, Studenten und Schüler ziemlich sperrig, womöglich unbrauchbar gemacht hat, macht sie zu ganz brauchbaren Produkten dreißig Jahre später. (Klaus Kreimeier)
- Regie, Buch: Harun Farocki Kamera: Gerd Delp
- Produktion: DFFB, Berlin-West Länge: 4 Min.
- Format: 16mm, s/w, 1:1,37