Filme 1968
1968
- Ihre Zeitungen
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- Dieser Film ist im Kontext der studentischen Kampagnen zur Enteignung des
Springer-Konzerns entstanden. Was können wir tun? Lenins Frage leitet den Schlußteil
ein: das Lob der kämpfenden Kollektive. Eine studentische Kommune bereitet ihre
Agitationsarbeit vor. Der Bildaufbau zitiert Godards Film La Chinoise,
der 1968 in die Kinos kam; der Dialog lehnt sich an Brechts Lehrstücke an. [...]
Am Ende schneiden die revolutionären Studenten Papier zurecht und wickeln darin
Berliner Pflastersteine ein. Das Papier macht die Schere stumpf. Papier wickelt
den Stein ein. Das Papier diktiert dem Stein die Richtung. In der Abblende ist
das Klirren von Scheiben zu hören. Ende des Films. Papier Schere Stein: Dieses
Bild läßt sich fortspinnen.
Eine Triade voller Aporien, in der das eine Ding
das andere widerlegt, bis es vom dritten in den Schwanz gebissen wird. Jedes
Ding wird von einem anderen dementiert und kann doch überleben. Das kämpfende
Kollektiv ist eine ungeheure Produktionskraft, sagt Farocki in Ihre
Zeitungen. Aber in der schönsten und witzigsten Szene des Films inszeniert
er sich doch lieber selbst als sportlich trainierten Einzelkämpfer in eng anliegender
Ledermontur. (Klaus Kreimeier)
- Regie, Buch, Schnitt: Harun Farocki
- Regie-Assistenz: Helke Sander
- Kamera: Skip Norman
- Ton: Ulrich Knaudt Produktion:
- DFFB, Berlin-West Länge: 17 Min.
- Format: 16mm, s/w, 1:1,37
1968
- White Christmas
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- Einer der vielen Filme, in denen Weihnacht und Krieg miteinander verbunden werden. Unklar, ob die Sehnsucht nach einer weißen Weihnacht nun ernst genommen wird, oder ob sie denunziat werden soll.
Jedenfalls der Krieg der Amerikaner in Vietnam soll denunziert werden. (Harun Farocki)
- Regie, Buch, Schnitt: Harun Farocki Kamera: Skip Norman
- Musik: Bing Crosby: White Christmas Produktion: DFFB,
Berlin-West
- Länge: 3
Min. Format: 16mm, s/w, 1:1,37
07
1968
- Drei Schüsse auf Rudi
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- Ostern 1968 wurde ein Mordanschlag auf Rudi Dutschke verübt. In der gesamten Bundesrepublik kam es daraufhin zu Straßenschlachten. Farockis Kurzfilm Drei Schüsse auf Rudi gilt als verloren. "Ich arbeitete damals im Team mit Helke Sander, die etwas Geld vom finnischen Fernsehen hatte. Ostern 68 warf alle Drehpläne um. Ich schlug eine kleine Szenenfolge vor, die wir auf einer Betonfläche in der Nähe des Funkturms aufnahmen. Zunächst zeichne ich mit Kreide das Schema des Springer-Konzerns auf, mit allen verzweigten Beteiligungen, dieses Layout setzt sich in Schriftblasen fort, etwa so: "Studenten protestieren gegen den Massenmord in Vietnam; dann kommt ein Pfeil zum nächsten Kreis, in den ich schreibe: [weiter...]
- Regie, Buch, Schnitt: Harun FarockiKamera: Skip Norman
- Ton: Ulrich Knaudt Produktion: DFFB, Berlin-West
- Länge: 4 Min. Format: 16mm, s/w, 1:1,37, stumm
- Anmerkung: Der Film gilt als verschollen
08
1968
- Ohne Titel oder: Wanderkino für Ingenieurstudenten
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- Der Film Wanderkino für Ingenieure war Teil der sogenannten "Technologiekampagne" der APO, deren Ziel es war, die Studenten an den Technischen Universitäten und Ingenieurschulen zu politisieren. [...] Der verloren gegangene Film begann laut der Beschreibung in einem Aufsatz von Farocki mit einer agitatorischen Szene, in der ein Darsteller sagte: "Ich bin Student an einer Ingenieurschule.
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- Regie: Harun Farocki Buch: Rote Zelle Technik der TU Berlin
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- Produktion: DFFB, Berlin -
West
- Länge: 40
Min. Format: 1-Zoll Ampex, s/w, 1:1,37