Filme 1972
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1972
- Remember Tomorrow is the
- First Day in the Rest of Your Life
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- Farockis zehnminütiger Kurzfilm besteht aus Aufnahmen von einem AFN-DJ bei der Arbeit (etwa ein Viertel des Films) und einer Autofahrt, bei der entweder aus einem Auto gefilmt wird (durch die Windschutzscheibe oder aus den Seitenfenstern) oder die Kamera den vorbeifahrenden Wagen festhält beziehungsweise ihn verfolgt. [...] Während die sachliche Sprecherin (ihr kühler Stil ist das genaue Gegenteil des High-Key-Radios, nämlich "belehrend und informativ") und Song-Fetzen den Zusammenhang von Musik und Erinnerung erläutern, führen die (sich beschleunigenden) Kamerafahrten in Remember vor, wie eng Autofahren und filmisches Wahrnehmen einander verwandt sind. Musik im Radio, erläutert die ruhige Frauenstimme, erzeuge Erinnerungen, die ein Geschenk des Radios sind, ein Programm, das sich mit subjektiven Bedingungen füllt. [weiter...]
- Regie, Buch, Schnitt: Harun Farocki Kamera: Fritz Grosche
- Kamera-Assistenz: Klaus Krahn Musik: The Velvet
- Underground: Afterhours, DonMcLean: American Pie, The New
- Seekers: I'd like to Teach the World to Sing, Neil Young:
- Heart of Gold, Ray Stevens: Turn Your Radio On
- Produktion: SFB, Berlin-West Länge: 10 Min.
- Format: 16mm, Farbe, 1:1,37
- Erstsendung: 14.04.72, Nord 3 Anmerkung:
- Beitrag für die TV-Reihe Studio III/Aus Kunst und Wissenschaft
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1972
- Die Sprache der Revolution.
- Beispiele revolutionärer Rhetorik, untersucht von Hans
- Christoph Buch
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- Diese Sendung ist eine Art Filmessay über die revolutionäre Sprache: Als Beispiele dienen Ausschnitte von Reden der französischen Revolutionsführer Danton und St. Just (nach Georg Büchners Drama Dantons Tod), von Fidel Castro und Malcolm X, von Lenin und Rudi Dutschke. Der Kommentar, der teilweise vom Autor selbst gesprochen wird, ist bemüht, jede der Reden, ihr Vokabular, ihren rhetorischen Gestus und ihre politischen Anspruch in den jeweiligen historischen und gesellschaftspolitischen Zusammenhang einzuordnen. In einigen kurzen Spielszenen (Exkurs über Entwicklungshilfe, Exkurs über das Ausleihen fremder Kostüme und Exkurs über das Provozieren) sollen bestimmte Qualitäten revolutionärer Sprache sichtbar gemacht werden. Am Schluß zieht Hans Christoph Buch das Resümee: "Um eine Rede oder einen Text beurteilen zu können, muß man fragen: Wer spricht? Wer sind die Zuhörer? Wann und wo haben sie gelebt? Welcher Klasse gehören sie an? In welcher Lage befinden sich diese Zuhörer? Was hilft ihnen die Rede, die sie hören? Bringt sie die Stummen zum Sprechen? Macht sie die Blinden sehend?" (Produktionsmitteilung)
- Regie: Harun Farocki Buch: Hans Christoph Buch
- Kamera: Bernd Maus, Joachim Pritzel Ton:
- Christian Praszer Schnitt: Ulla Agne, Claudia Karsunke
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- Produktion: WDR, Köln Produktionsleitung: Volker
- Dieckmann Länge: 45 Min. Format: 16mm, s/w, 1:1,37
- Erstsendung: 30.10.72, Nord 3