Filme 1978
 
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1978
Ein Bild von Sarah Schumann
 
Dieser Film von Harun Farocki zeigt die Entstehung eines Bildes, an dem die Künstlerin neun Wochen gearbeitet hat. Sarah Schumann lebt in Berlin und ist eine Vorkämpferin der feministischen Szene. Zusammen mit einigen anderen Künstlerinnen organisierte sie 1977 die erste große Ausstellung, in der nur Arbeiten von Frauen gezeigt wurden. Sarah Schumann malt figurativ, daß heißt, sie hat eine Technik entwickelt, bei der Collage und Malerei in mehreren Bildschichten über- und ineinandergearbeitet werden. Die Entstehung eines Bildes wird für den Betrachter zum Abenteuer. (Produktionsmitteilung)
Regie, Buch: Harun Farocki Kamera: Ingo Kratisch Schnitt,
Ton: Hans Beringer Produktion: Harun Farocki Filmproduktion,
Berlin-West, für WDR, Köln Produzent: Harun Farocki Länge:
30 Min. Format: 16mm, Farbe, 1:1,37 Erstsendung: 02.04.1978,
West 3 Anmerkung: Beitrag für die TV- Reihe Kunstgeschichten
 
 
1978
Zwischen zwei Kriegen
 
Zwischen zwei Kriegen von Harun Farocki ist ein Film über die Zeit der Hochöfen, 1917 bis 1933, über die Entwicklung einer Industrie, über eine perfekte Maschine, die so lange laufen mußte, bis sie sich selbst zerstörte. Der Essay des Berliner Filmemachers Harun Farocki über die Schwerindustrie und das Gichtgas überzeugt durch kühle Abstraktion, durch die monomanische Besesseneheit des Autors, der an Hand eines einzigen Beispiels den selbstzerstörerischen Charakter der kapitalistischen Produktion zu belegen versucht... Zugleich ist Zwischen zwei Kriegen auch ein Film über die Anstrengung des Filmemachens, eine Reflexion über Handwerk und Herstellungsbedingungen. Farocki entfernt sich radikal von der gedankenlosen Schlampigkeit üblicher Fernseharbeiten. Die Klarheit und präzise Kadrierung seiner spröden Schwarzweißkompositionen, die Gedanken nicht illustrieren, sondern selber Gedanken sind, erinnern oft an den späten Godard. Die Armut dieses Films, dessen Produktion sechs Jahre in Anspruch nahm, ist zugleich seine Stärke. (Hans C. Blumenberg, Die Zeit, 2.2.1979)
Zwischen zwei Kriegen von Harun Farocki zeigt, wie "vom Sterben der Toten für das Leben der Lebenden zu lernen wäre", zu lernen vor allem aus den ökonomischen Vorgängen und Konsequenzen, die zum Faschismus geführt haben. Vielleicht der wichtigste Film eines jüngeren deutschen Regisseurs zur Aufarbeitung und Analyse des Nationalsozialismus überhaupt. (Hans-Günter Pflaum, Süddeutsche Zeitung, 13.2. 81)
Regie, Schnitt: Harun Farocki
Regie-Assistenz: Jörg Papke Buch:
Harun Farocki unter Verwendung
Verbindungsrohr (1975)
Wissenschaftliche Mitarbeit: Hella
Jürgens Script: Wolfgang Bruckschen
Kamera: Axel Block, Ingo Kratisch
Kamera-Assistenz: Melanie Walz
Licht: Melanie Walz Ton: Karl-Heinz
Rösch Mischung: Gerhard Jensen
Musik: Auszüge Gustav Mahlers Lied
von der Erde Ausstattung, Kostüme,
Masken: Ursula Lefkes Requisiten:
Ursula Lefkes, Jörg Papke Aufnahme-
leitung: Wolfgang Bruckschen
Darsteller: Ingemo Engström
(Krankenschwester), Jeff Layton
(Hochöfner), Reneé Schlesier,
(Trauernde) Stephan Mattusch
(Ingenieur), Willem Menne (Inge-
nieur), Peter Fitz (Ingenieur),
Hildegard Schmahl (Frau), Konrad
Born (Lernender), Friedelm Ptok
(Schlotbaron), Ingrid Oppermann
(Kommunistin), Wolfgang Winkler
(Kommunist), Peter Nau (Kommu-
nist), Caroline Neubaur (schöne
Bürgersfrau), Harun Farocki (Harun
Farocki) Sprecher: Harun Farocki
 
Produktion: Harun Farocki Filmproduktion,
Berlin-West, (Eigenproduktion aus den
Mitteln aller Beteiligten)
Produktionsleitung: Jörg Papke Länge:
83 Min. Format: 16mm, s/w, 1:1,37
Uraufführung: 05.11.1978, Duisburger
Filmwoche Kinostart: 17.11.1978, Berlin -
West (Cinema Bundesallee) Erstverleih:
Basis Film-Verleih Erstsendung: 11.12.1993,
Hessen 3 Auszeichnung: Prix Carosse d´Or 1978
 
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1978
Zu "Zwischen zwei Kriegen"
 
Ein Magazinbeitrag, indem Farocki zu seinem Film Zwischen Zwei Kriegen Stellung nimmt. (Produktionsmitteilung)
Regie, Schnitt, Buch: Rosa Mercedes Produktion: Harun Farocki
Filmproduktion, Berlin-West, für WDR, Köln Länge: 10 Min. Format:
16mm., s/w, Farbe, 1:1,37 Erstsendung: 1978, West 3 Anmerkung:
Beitrag für die TV-Reihe Kino 78
 
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1978
Häuser 1 - 2
 
Im November 1976 fiel mir was für die Sesamstraße ein. Ich notierte Bilder von kaputten Häusern und nichtkaputten, Ruinen, die vom Krieg kommen und solchen, die vom Frieden kommen, Landhäusern und Stadthäusern, Häusern, die in der Stadt ein Leben wie auf dem Land versprechen oder ein Sterben wie in der Stadt. Im Februar 1977 bekam ich die Zusage, davon ein paar Teile in der Länge von sieben Minuten drehen zu dürfen. Mit der Kürzung war eigentlich die Substanz der Sache schon vernichtet;die Schönheit der dichotomischen Methode hätte sich nur zeigen können, wenn sich bewiesen hätte, daß damit der Grundstein zur Wahrnehmung aller Häuser gelegt ist. (Harun Farocki)
Regie, Buch: Harun Farocki Produktion: Harun Farocki Film-
produktion, Berlin-West, für NDR, Hamburg Länge: 10 Min.
Format: 16 mm, Farbe, 1:1,37 Anmerkung: Beitrag für die TV-Reihe
Sesamstraße
 
 
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1978
Einschlafgeschichten 1-3 /
Katzengeschichten
 
Siehe Einschlafgeschichten 1-5
Regie, Buch: Harun Farocki Kamera: Ingo Kratisch, David Slama
Produktion: Harun Farocki Filmproduktion, Berlin-West, für NDR,
Hamburg Länge: 9 Min. (3 à 3 Min.) Format: 3 mm, Farbe
Anmerkung: Beitrag für die TV- Reihe Sandmännchen, NDR