Harun Farocki, Das
Tal der tanzenden Witwen, in: Filmkritik
Nr. 227, November, 1975, S. 517
So wenig es ein Tal gibt (und tanzen tun die Frauen so wenig
gibt es Räume oder auch nicht), auch nur Leute, die die Handlung durch die Räume
tragen. Das ist so bemerkenswert, weil mit einer Unzahl von Kameraoperationen
gearbeitet wird, alle schulmäßig, wie man beim Fußball sagen würde, die aber
bewirken, daß die behaupteten Raum- und Zeitkontinuitäten in der Filmerzählung
immer unglaubwürdiger werden. (Harun Farocki)
