Harun Farocki, Dreißig Jahre Duisterburg, in: Zeitbomben. 30 Jahre Duisburger Filmwoche , hrsg. v. Stadt Duisburg, Konzeption und Redaktion: Mark Stöhr, Duisburg 2006

Ich war schon 1974 in Duisburg, das Festival hieß da noch nicht "Duisburger Filmwoche", da liefen Spiel-Filme aus dem Umkreis des "Filmverlag der Autoren". Die vom Fimverlag wollten damals nicht mehr neuartige Kunst-Werke schaffen, sondern vielmehr kleine Unterhaltungsfilme, die aber einen persönlichen Zug haben sollten, wie da einer erklärte. Ich verließ die Stadt überstürzt, rannte von dem kleinen Hotel auf der Mercator-Straße, das es schon längst nicht mehr gibt, zum Bahnhof, dabei ging mir das Frühstücksei kaputt, das ich im Vorbeilaufen in die Manteltasche gesteckt hatte. (Harun Farocki)