Harun Farocki, Quereinfluss
/ Weiche Montage, in: Zeitsprünge. Wie Filme Geschichte(n)
erzählen, hrsg. v. Christine Rüffert, Irmbert Schenk et.al., Bertz Verlag
GbR, Berlin 2004, S. 57-62. Der Text ist auch abgedruckt in:
Brecht plus minus Film. Filme, Bilder, Bildbetrachtungen, hrsg. v. Thomas
Martin und Erdmut Wizisla, Berlin 2003, S. 116-122
Eine Montage muss mit unsichtbaren Kräften die Dinge zusammenhalten,
die sonst durcheinander kollern. Die Kriegstechnik, ist sie noch die Vorläuferin
der nichtkriegerischen, wie im Falle von Radar, Ultrakurzwelle, Computer, Stereoton,
Düsenflugzeug? Und wenn, muss es weiterhin Kriege geben, damit es technische
Fortschritte gibt, oder genügen dazu die in den Labors simulierten Kriege?
Und ordnet sich der Krieg überhaupt anderen Interessen unter, findet er
- nach Brecht - nicht immer einen Ausweg? (Harun Farocki)
