Vom "Musée d'art moderne" in Lille beauftragt, ein Video 'über seine Arbeit' herzustellen, hat Harun Farocki eine Installation für zwei Monitore geschaffen, die während der Ausstellung "Die Welt nach der Photographie" 1995 zu sehen war. Daraus ist der Film Schnittstelle entstanden, der Farockis eigene dokumentarische Arbeit reflektierend der Frage nachgeht, was es bedeutet, mit schon vorhan-denen Bildern zu arbeiten, statt stets wieder neue, eigene Bilder herzustellen. Der Titel spielt mit der doppelten Bedeutung des Wortes "Schnitt" und bezieht sich dabei sowohl auf den Arbeitsplatz des Filmemachers Farocki, den Schneidetisch, als auch auf den Ort, an dem ein Mensch mittels Tastatur und Maus einen Computer bedient, die "Mensch-Maschine-Schnittstelle". (
3sat, September 1995)
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